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Was ist Map Pack?

Der Map Pack ist der Kasten oben in Googles lokalen Suchergebnissen, der drei Unternehmenseinträge mit einer Karte zeigt – inklusive Name, Bewertung, Adresse und Öffnungszeiten.

Was ist der Map Pack?

Der Map Pack – manchmal auch Local Pack oder Google 3-Pack genannt – ist der Block aus drei lokalen Unternehmenseinträgen, der zusammen mit einer Karte ganz oben in den Google-Suchergebnissen erscheint, sobald eine Suche lokale Absicht hat.

Sie kennen das. Suche nach „Zahnarzt in der Nähe” oder „Klempner Berlin” – und Google zeigt eine Karte mit drei markierten Unternehmen, noch vor jedem organischen Treffer. Jeder Eintrag enthält Name, Sterne, Adresse, Öffnungszeiten und manchmal eine kurze Beschreibung aus dem Google Unternehmensprofil.

Laut BrightLocals Local Consumer Survey 2023 klicken 42 % der lokalen Suchenden auf ein Ergebnis im Map Pack. Das ist ein riesiger Anteil des Traffics, der auf gerade einmal drei Unternehmen entfällt. Heißt: Platz vier ist faktisch Platz vierzig.

Warum ist der Map Pack wichtig?

Wer ein lokales Geschäft betreibt, hat mit dem Map Pack die wertvollste Fläche auf der Google-Ergebnisseite. Drin zu sein bedeutet mehr Anrufe, mehr Laufkundschaft, mehr Umsatz. Außen vor zu bleiben heißt: Kunden gehen an Wettbewerber, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.

  • 42 % Klickrate. Fast die Hälfte aller lokalen Suchenden klickt einen Map-Pack-Treffer, bevor sie zu den organischen Ergebnissen scrollen.
  • Anrufe und Routenführung. Map-Pack-Einträge bieten Click-to-Call und Wegbeschreibung – aus Suchenden werden Kunden in Sekunden.
  • Vertrauenssignal. Wer in den Top 3 neben einer Karte steht, wirkt sofort glaubwürdig – auch auf Menschen, die das Unternehmen vorher nie kannten.
  • Mobile Dominanz. Auf dem Smartphone füllt der Map Pack den gesamten ersten Bildschirm. Organische Treffer rutschen weit nach unten.

Jedes lokale Dienstleistungsunternehmen – Zahnärzte, Anwälte, Heizungsbauer, Restaurants – braucht eine Map-Pack-Strategie. Nicht optional.

Wie der Map Pack funktioniert

Google nutzt für den Map Pack einen anderen Algorithmus als für die normalen organischen Treffer. Drei Hauptfaktoren entscheiden.

Relevanz

Google gleicht Ihr Geschäft mit der Suchanfrage ab. Primäre GBP-Kategorie, Unternehmensbeschreibung und der Inhalt Ihrer Website signalisieren, was Sie tun. Ein Klempnerbetrieb mit „Klempner” als Hauptkategorie rankt für „Klempner in der Nähe” besser als einer, der unter „Generalunternehmer” geführt wird.

Distanz

Wie nah ist Ihr Unternehmen am Suchenden? Google misst über IP oder GPS die Entfernung. Das ist der Proximity-Faktor – und der einzige, den Sie kaum beeinflussen können. Ein Betrieb in der Münchner Innenstadt erscheint nicht für Suchen in Garching, es sei denn, Google hält das Servicegebiet für relevant.

Prominenz

Prominenz misst, wie bekannt und vertrauenswürdig Ihr Unternehmen online ist. Google zieht Citation-Volumen, Bewertungsanzahl, Sternebewertung und Backlinks zur Website heran. Ein Betrieb mit 200 Fünf-Sterne-Google-Bewertungen und konsistenten Citations schlägt einen mit 12 Bewertungen und null Citations.

Arten von Map-Pack-Ergebnissen

Google zeigt je nach Suchanfrage unterschiedliche Map-Pack-Varianten:

  • Standard-Map-Pack (3-Pack). Die Standardvariante. Drei Einträge, eine Karte und ein „Mehr Orte”-Link, der den Local Finder öffnet.
  • Teaser-Pack. Erscheint bei Restaurants und Hotels. Enthält Fotos, Preisniveau und Küchenstil neben den Standardinformationen.
  • Local-Services-Ads-Pack. Für Anfragen wie „Klempner in der Nähe” zeigt Google manchmal Local Services Ads über dem organischen Map Pack – mit „Google-garantiert”-Siegel.
  • Map Pack mit Justifications. Google ergänzt teils lokale Justifications unter einem Eintrag, etwa „In Bewertungen erwähnt: schnelle Reaktionszeit”.

Welche Variante Sie sehen, hängt von Branche und Suchanfrage ab.

Beispiele für den Map Pack

Beispiel 1: Familienzahnarzt in Hamburg Die Praxis Dr. Martinez optimierte ihr GBP mit der Hauptkategorie „Zahnarzt”, lud 40+ Fotos hoch und reagierte aktiv auf jede Bewertung. Innerhalb von 90 Tagen erschien die Praxis im Map Pack für „Zahnarzt in der Nähe” – im Umkreis von 8 km. Ergebnis: 35 neue Patientenanrufe pro Monat direkt aus dem Eintrag.

Beispiel 2: Heizungsbauer verliert gegen Wettbewerber Ein Heizungsbauer aus München tauchte trotz 15 Jahren Marktpräsenz nicht im Map Pack auf. Das Problem: inkonsistente NAP-Daten in Verzeichnissen und nur 8 Google-Bewertungen. Nach Korrektur der Citations über einen Datenaggregator und Aufbau auf 85+ Bewertungen schaffte er den Sprung ins 3-Pack innerhalb von 60 Tagen.

Beispiel 3: Anwaltskanzlei mit mehreren Standorten Eine Kanzlei für Personenschäden mit vier Niederlassungen legte für jeden Standort ein eigenes GBP an, jeweils mit einer eigenen Standortseite. Jedes Profil war vollständig verifiziert und hatte standortspezifische Bewertungen. Drei der vier Standorte rankten im Map Pack für ihre jeweilige Stadt.

Map Pack vs. Local Finder

Diese beiden werden oft verwechselt. Der Map Pack erscheint direkt auf der Google-Hauptseite. Der Local Finder ist die erweiterte Ansicht, die sich öffnet, wenn man „Mehr Orte” anklickt oder direkt Google Maps nutzt.

Map PackLocal Finder
Wo er erscheintHauptergebnisseite von GoogleGoogle Maps / erweiterte Ansicht
Anzahl Einträge3 Unternehmen20+ Unternehmen
KlickverhaltenHier klicken die meisten NutzerWenige scrollen so weit
SichtbarkeitÜber den organischen TreffernErfordert einen zusätzlichen Klick
WettbewerbExtrem umkämpftLeichter zu erreichen

Wer es nicht in den Map Pack schafft, fällt zumindest in den Local Finder zurück. Aber der Traffic-Unterschied ist gewaltig.

Best Practices für den Map Pack

  • GBP-Kategorien sauber wählen. Nehmen Sie die spezifischste Hauptkategorie, die zu Ihrem Geschäft passt. „Fachanwalt für Personenschäden” schlägt „Anwalt” bei Personenschadenanfragen.
  • Bewertungen konstant aufbauen. Keine Jagd auf 100 Bewertungen in einer Woche. 4–8 neue Bewertungen pro Monat halten eine gesunde Review-Velocity.
  • Citations bereinigen. Uneinheitlicher Name, Adresse oder Telefonnummer verwirrt Google. NAP-Daten überall prüfen und vereinheitlichen.
  • GBP wöchentlich bespielen. Regelmäßige GBP-Posts signalisieren ein aktives Geschäft. theStacc übernimmt das automatisch mit bis zu 80 Posts pro Monat.
  • Regelmäßig Fotos hinzufügen. Unternehmen mit 100+ Fotos erhalten laut BrightLocal 520 % mehr Anrufe als der Durchschnitt. Echte Fotos – Arbeit, Team, Standort.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Unternehmen erscheinen im Map Pack?

Im Standard-Map-Pack sind es drei Unternehmen. Bei Markenanfragen oder hochkompetitiven Suchen zeigt Google gelegentlich einen vierten Treffer – die Norm sind aber drei.

Kann man sich in den Map Pack einkaufen?

Nein. Map-Pack-Rankings sind organisch und nicht direkt käuflich. Local Services Ads erscheinen aber bezahlt oberhalb des Map Pack – in dafür zugelassenen Branchen.

Wie lange dauert es, im Map Pack zu ranken?

Die meisten Unternehmen sehen Bewegung innerhalb von 60–90 Tagen, nachdem GBP optimiert und Citations aufgebaut sind. Stark umkämpfte Märkte – etwa Personenschadenrecht oder Sanitär-Notdienst – brauchen 6+ Monate.

Beeinflusst eine Website das Map-Pack-Ranking?

Ja. Google bezieht OnPage-SEO, lokales Keyword-Targeting und Backlinkprofil der Website in das Prominenz-Signal ein. Eine sauber optimierte Website unterstützt Ihren Map-Pack-Platz.


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Quellen